Rübenfax vom 7. April 2025

Witterung

Auch in der kommenden Nacht könnte es noch Frost geben. Die Tageshöchstwerte werden aber wieder in den zweistelligen Bereich steigen. Niederschlag ist weiterhin nicht in Sicht.

Aussaat 2025

Mittlerweile dürfte die Aussaat überwiegend abgeschlossen sein. Nur wenige Restflächen stehen noch aus. Letzte Nacht wurden lokal bis – 6 °C in Bodennähe gemessen. Die allermeisten Rübenbestände sollten diese Minusgrade ausgehalten haben. Dennoch sind jetzt Zählstrecken unabdingbar, um schnellstmöglich das Verschwinden von Rübenpflänzchen durch Frost, Schädlinge oder Fäulen zu registrieren. Wenn der Keimling schon verdorrt und vom Wind verweht ist, ist es schwieriger, eine Aussage über mögliche Spätaufläufer zu treffen.

Legen Sie Zählstrecken auch auf Weißlehmstandorten an. Hier wird häufiger von Fehlstellen durch Verschlämmung berichtet. Vor einem möglichen Umbruch beraten Sie sich gerne mit uns, der Rübenabteilung oder dem SRS. Nachholsaatgut steht beim SRS zur Verfügung.

So legen Sie Zählstrecken an: Zählen Sie zwei Reihen entlang von 10 Metern (50er Reihe) bzw. 11 Metern (45er Reihe) aus. Mit 1.000 multipliziert ergibt das die Bestandesdichte. Führen sie dies an mehreren Stellen im Schlag durch.

Im Auflaufzeitraum ist die Kontrolle der Bestandesdichten besonders wichtig. Kommen noch Pflanzen nach, oder verschwinden schon welche? Verschlämmung, Schnecken, Frost, Fraßfeinde und Fäulen nagen an den Bestandesdichten. Obwohl Rüben sehr viel kompensieren können, ist eine hohe Bestandsdichte dennoch ein guter Grundstock für einen ordentlichen Rübenertrag.

Bei erst jetzt gesäten Beständen sollten Sie auf Mäusefraß achten und ggf. Ablenkfütterung ausbringen bis die Trockenphase vorbei ist. Auf Schlägen, die bereits vor gut zwei Wochen gesät wurden, laufen die Rüben bereits auf. Kontrollieren Sie hier die Bestandesdichten und einen möglichen Schneckenbefall. Ab Mittwoch sind keine Nachtfröste mehr angekündigt. Wenn die Bestände in Takt sind steht dann die erste Nachauflaufbehandlung an.

Pflanzenschutz

Bei der 1. NAK ist eine Grundmischung möglich mit 1,0 l/ha Metamitron-Produkt plus einem der PMP/Etho-Präparat. Hierfür stehen beispielsweise 1,0 l/ha Belvedere Duo oder Betanal Tandem zur Verfügung. Dies entspricht auch der „Eigenmischung“ von 1,25 l/ha Betasana SC plus 0,4 l/ha Oblix/Tramat500/Stemat.

Ist auf dem Standort mehr Hundspetersilie, Hirse, Nachtschatten u.a. zu erwarten, kann bis zu 0,3 l/ha Tanaris in der 1. NAK hinzugefügt werden.

Bei höherem Befallsdruck mit Kreuzblütlern (Gänsefuß/Melde/Raps), Knöterich-Arten und Hundspetersilie kann in der 1. NAK 0,2 l/ha Venzar 500 SC zugemischt werden. Auf sehr leichten oder sauren Böden sollte auf Venzar-Zusatz verzichtet werden.

Bei schwer bekämpfbarem/resistenten Gänsefuß kann per Notfallzulassung das neue Produkt Rinpode mit 26 ml/ha zur Standardmischung hinzugefügt werden. Gleichzeitig wird dabei die Wirkung gegen Hundspetersilie, Schönmalve, Klette, Amarant u.a. verstärkt.

Weitere Mischungen finden Sie wie immer im -> Empfehlungsblatt der ARGE!

 

Notfallzulassungen gegen Schilfglasflügelzikaden

Das BVL hat den Anträgen der Zuckerverbände bei sieben Insektiziden (Carnadine, Mospilan, Danjiri, Sivanto prime, Karate Zeon, Kasio Sorbie, Decis Forte) entsprochen und für diese eine Notfallzulassung ausgesprochen. Auf begrenzter, definierter Fläche und nur nach vorherigem Warnaufruf können diese zur Bekämpfung der Schilfglasflügelzikade und damit zur Eindämmung des SBR/Stolbur-Komplexes verwendet werden. Ein Anwendungskonzept wird derzeit erarbeitet und soll mit den Monitoring-Ergebnissen veröffentlicht werden.

Zusätzlich wurde die Zulassung von Pirimor G per Notfallzulassung auch für die Läusebekämpfung (als Virusvektoren) in Zuckerrüben erweitert.

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