Rübenfax

Witterung

Leider ist weiterhin keine Wetteränderung in Sicht. Es soll sehr heiß und extrem trocken bleiben. Am Wochenende kann es gelegentlich zu Gewittern kommen, die aber nur regional begrenzt überschaubare Regenmengen bringen werden.

Pflanzenschutz – Blattkrankheitenmonitoring

Das Blattkrankheitenmonitoring differenziert nun sehr stark. Einerseits gibt es Standorte, deren Befallswerte mangels Feuchtigkeit und dank guter Fungizidwirkung auf sehr niedrigem Niveau verharren. Regional nicht weit entfernt können aber auch Standorte liegen, deren Befall exponentiell ansteigt. Dort ist dann nicht selten bereits jedes zweite Rübenblatt mit Cercospora befallen. Cercospora dominiert weiterhin die Blattkrankheiten, wenngleich vereinzelt Mehltau, Ramularia und Rost gefunden wurden. Ab 1. August gilt als Schadschwelle für eine Behandlung, wenn mindestens 15 von 100 Rübenblättern einen der genannten Erreger aufweisen. Eine Anschlussbehandlung kann ca. drei Wochen nach einer ersten Maßnahme erfolgen.

Eine Spritzung am frühen Morgen ist der Abendspritzung vorzuziehen, weil sich die Blätter über Nacht meist wieder vom Boden etwas anheben und so eine bessere Benetzung möglich ist. Zudem ist in den kühleren Morgenstunden die Luftfeuchte höher und die Verdunstung geringer. Verwenden Sie mindestens 300 besser 400 l/ha Wasser.

Im Landhandel sind bereits einige der per Notfallzulassung möglichen Azole vergriffen. In Kombination mit Kupfer können aber auch die vermeintlich schwächeren Präparate eine gute Wirkung zeigen. Kupfermittel sind dem Vernehmen nach weiterhin in ausreichender Menge verfügbar.

Im Falle einer Behandlung sind nun auch die Wartezeiten der eingesetzten Fungizide relevant. Auf Grund der Unsicherheiten bei der Gasversorgung kann der Kampagnestart in den Werken Plattling und Rain nicht weit in den September hinein verschoben werden. Bei Rüben, die in den ersten Tagen geliefert werden sollen, ist demnach ein Präparat wie Propulse mit 43 Tagen Wartezeit nicht mehr geeignet. Amistar Gold und Mercury Pro haben 35 Tage Wartezeit. Bei Panorama und Score liegt diese bei 29 Tagen. Domark weist mit 28 Tagen einen ähnlichen Wert auf. Das ebenfalls schon in der Aufbrauchsfrist befindliche Score hat 22 Tage. Bei früh zu rodenden Beständen kann eine Maßnahme mit einem reinen Kupfermittel sinnvoll sein. Diese haben nur eine Wartezeit von 14 Tagen. Bei den wenigen zu erwartenden Regenmengen und dem kaum vorhandenen Blattneuaustrieb, kann diese Maßnahme das Blattwerk bis Kampagnestart gesund erhalten.

Einen Aufruf zur intensiven Kontrolle und Bonitur der Schläge erhalten die Regionen:

Plattling:          Vils-Inn-Rott, Regensburg, Isartal, tertiäres Hügelland

Rain:               Obere Donau, Ries, Augsburg-Dachau, Rain, Ingolstadt

Proberodungen

Zu Beginn dieser Woche wurde die erste Proberodung durchgeführt. Das Ergebnis befindet sich noch in der Auswertung und wird schon mit Spannung erwartet. Bisher deutet sich nur an, dass es von Standort zu Standort erhebliche Unterschiede geben kann.

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