Rübenfax

Witterung
Bis zum Wochenende hin steigen die Temperaturen weiterhin an, um sich dann in gewittrigen Niederschlägen wieder zu entladen.

Pflanzenschutz
Mittlerweile haben einige Bestände das Stadium Reihenschluss erreicht. Die Herbizidmaßnahmen sind daher in der Regel abgeschlossen, weil die Unkräuter kaum mehr zu treffen sind.
Ab Reihenschluss kann noch die Bor-Düngung anstehen. Neben Raps hat die Zuckerrübe den höchsten Borbedarf. Zum Reihenschluss haben Rüben das stärkste Wachstum, der Borbedarf ist nun am größten. Wenn Sie mit der EUF-Bodenuntersuchung eine Empfehlung zur Bordüngung erhalten haben, ist diese nun auszubringen. Die Angabe von z.B. 1 kg Reinnährstoff Bor als Aufdüngung für Ihren Schlag, bezieht sich auf die Vorsaat-Düngung. Kurz vor Reihenschluss (> 80% Bedeckung der Rübenblätter) reichen in der Regel 400-500g Bor über das Blatt gedüngt aus.
Bormangel tritt schneller unter trockenen Bedingungen auf. Da sich Bor in der Pflanze nicht verlagert, wird ein Mangel zuerst an den jüngeren Blättern sichtbar. Ohne Düngung ist dann Herz- und Trockenfäule an den Rüben die Folge.

Auf stark Rhizoctonia-gefährdeten Standorten ist mit Reihenschluss und sichtbar werden der ersten Symptome auch die Bekämpfung der Fäulnis mit Amistar-Gold (1,0 l/ha) möglich. Wenn die Maßnahme kurz vor Niederschlägen durchgeführt wird, erhöht dies den Bekämpfungserfolg.

Insektenmonitoring
Es sind weiterhin Läuse in den Beständen, auch wenn der Befall an den kühleren Tagen eher stagniert ist. Mit Reihenschluss steigt die Schadschwelle der schwarzen Bohnenlaus auf 50 % mit Kolonien befallenen Pflanzen an. Je größer der Blattapparat wird, umso schwieriger sind grüne Pfirsichblattläuse zu finden. In einigen Fällen wurde bereits ein Insektizid ausgebracht. Rentabel dürfte es vor allem dort sein, wo in den letzten Jahren bereit Nester von Vergilbungsviren aufgetreten sind. Dies war bislang im Rainer Gebiet von westen her am stärksten und nahm von Regensburg nach Osten Richtung Plattling deutlich ab. Zu den bisher zugelassenen Insektiziden wie Teppeki (140 g/ha), Pirimor G (0,3 kg/ha), oder den Acetamiprid-haltigen Produkte Mospilan (250 g/ha) bzw. Carnadine (0,25 l/ha) kommt nun das ebenfalls Acetamiprid-haltige Danjiri (200g/ha) hinzu. Weiterhin gilt: verwenden Sie KEINE Pyrethroide gegen Läuse!

Notfallzulassungen für die Cercospora-Bekämpfung
In den letzten Wochen wurden mehrere Notfallzulassungen für die Cercospora-Bekämpfung ausgesprochen. Dies betrifft einerseits die Azole Propulse (1,2 l/ha, max. 2 Anw.), Diadem (1,0 l/ha, max. 2 Anw.) sowie Panorama (0,6 l/ha, max. 2 Anw.). Zudem erhielten die Kupfermittel Funguran Pogress (2,5 kg/ha, 2 Anw.), Coprantol Duo (1,8 kg/ha, 2 Anw.), Yukon (3,0 l/ha, 2 Anw.), sowie Cuproxat (5,3 l/ha, max. 2 Anw.). Regulär zugelassen sind Mittel wie Domark, Score und Amistar Gold (und Ortiva). Bei den Produkten Mercury Pro und Sphere läuft bereits die Aufbrauchsfrist. Sie endet im November 2022!
Es werden also auch in diesem Jahr ausreichend leistungsstarke Produkte für die Cercospora-Bekämpfung vorhanden sein. In den Starkbefalsgebieten werden Kombinationen aus Azol plus Kupfermittel empfohlen.
Da die Notfallzulassungen jeweils nur einjährig ausgesprochen werden, sollte bei der aktuell laufenden Saatgutfrühbestellung weiterhin ein Augenmerk auf die Blattgesundheit der ausgewählten Sorten gelegt werden.

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