Rübenfax vom 1.9.2022

3. Proberodung mit deutlichem Ertragszuwachs, Pool-Rüben tauschen

Witterung

Der Hochsommer scheint sich nun allmählich zu verabschieden. Die Temperaturen schwanken im 20-Grad-Bereich. Auch Niederschläge kann es immer wieder mal geben, beispielsweise bei Gewittern am Wochenende.

Pflanzenschutz – Blattkrankheitenmonitoring

In dieser Woche fanden die letzten Bonituren der Monitoringstandorte statt. Mittlerweile haben einige Standorte vor allem im Plattlinger Nahbereich einen Befall von 100 %. Auffällig ist, dass die höheren Werte oft dort erzielt werden, wo weniger Cerco-tolerante Sorten angebaut sind oder auf den Zusatz von Kupfer verzichtet wurde. Trotz der hohen Befallshäufigkeit hält sich die Befallsstärke, also die tatsächlich durch die Krankheit vernichtete Blattfläche, immer noch im Rahmen. Richtig braune Flächen sind selten zu sehen. Da der Blattapparat bedingt durch die Trockenheit heuer insgesamt recht klein ist, sollten die Blätter bis zum Schluss gut geschützt sein.

Da der September in der Regel seltener die Temperaturen erreicht, die für eine Infektion notwendig sind, und weil der Kampagnebeginn vor der Türe steht, sind eventuell notwendige Maßnahmen bald abzuschließen. Eventuell reichen Solo-Maßnahmen mit Kupfer-Präparaten aus, diese haben mit 14 Tagen die geringste Wartezeit bis zur Rodung.

 

 

Während die Befallshäufigkeit zwar hoch ist, wird nur selten eine hohe Befallsstärke festgestellt.

Ergebnis der 3. Proberodung

Der 3. Proberodungstermin dieses Jahres gibt ein deutliches Bild der bisherigen und der aktuellen Wasserversorgung der Rüben. Bislang sorgte die anhaltende Trockenheit für ein niedriges Rübengewicht bei hohem Zuckergehalt. Vor allem im Rainer Gebiet kamen zuletzt umfangreiche Niederschläge bis deutlich über 100mm an manchen Standorten. In Plattling lag die Mehrheit zwischen 10 und 50 mm Regen. Dieser Verdünnungseffekt sorgte in Rain für den bislang besten Zuwachs der letzten 10 Jahre. Die Rüben konnten um 236 Gramm auf 965 Gramm je Rübe zulegen. In Plattling wurde mit einem Zuwachs von ca. 160 Gramm fast das gleiche Rübengewicht erzielt. Der Zuckergehalt fiel in Plattling dafür nur auf 16,7 % Pol. ab, während er in Rain sogar bis 15,8 % Pol. nachgab. Beides sind durchschnittlich gute Werte. Der Blattapparat ist trockenheitsbedingt deutlich kleiner, im Vergleich zum Vorjahr fehlen sogar 50 %.

Weil die Bestandesdichte auf den Plattlinger Proberodungsstrecken zusätzlich sehr hoch war, konnte ein etwas überdurchschnittlicher rechnerischer Ertrag von über 90 t/ha ermittelt werden. In Rain lag dieser bei einer deutlich geringeren Bestandesdichte etwa 5 % unter dem mehrjährigen Wert. Dadurch blieb auch der bereinigte Zuckerertrag in Rain unterdurchschnittlich. Die Plattlinger Standorte konnten dank des hohen Zuckergehaltes auch beim bereinigten Zuckerertrag ein überdurchschnittliches Ergebnis abliefern. Bleibt abzuwarten, ob auch in Plattling ein umfangreicher Blattneuaustrieb einsetzen wird.

 

Pool-Nutzungen durch Leasing ersetzen

Bis Ende November besteht noch die Möglichkeit, Pool-Nutzungen für das Anbaujahr 2023 durch Leasing-Rüben zu ersetzen. Mehr als ein Drittel der Landwirte will im Anbaujahr 2023 mehr Rübenfläche aussäen, als mit dem im Betrieb vorhandenen Lieferrecht möglich wäre. Sie haben den Mehrrübenanteil auf 40 % erhöht und darüber hinaus weitere Rübenmengen aus dem Pool beantragt. Diese Mengen können durch Lieferrechte von abgabewilligen Betrieben ersetzt werden, solange diese noch vorrätig sind. Dabei können Sie nicht nur die Pool-Rüben ersetzen, sondern auch die Mehrrübenmenge auf 25 % Anteil reduzieren. Die Menge der preislich etwas besseren Basisrüben steigt im Gegenzug an. Teilweise können Sie auch durch niedrigere Nutzungsgebühren profitieren. Der Aufwand hierfür ist vergleichsweise gering und ab einer Pool-Nutzung von 100 Tonnen zu empfehlen.

 

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