Rübenfax vom 10. Mai 2023

Witterung

Nach einigen freundlichen Tagen hat uns ein neues Regengebiet eingeholt. Den derzeitigen Prognosen nach soll sich dieses bis nächsten Dienstag halten.

 

Stand der Aussaat

Die Aussaat der Rüben konnte nun bis auf wenige Restflächen abgeschlossen werden. Auch die etwa 300 Hektar, die bereits umgebrochen wurden, konnten wieder neu ausgesät werden. Dadurch sind aktuell bereits erste Rüben im 6-Blatt-Stadium vorhanden während sich andererseits noch andere Schläge erst in der Auflaufphase befinden.

Durch ein starkes Schädlingsaufkommen, vor allem Schnecken und Erdflöhe, aber auch Drahtwurm und Tiphula-Larven sind einige Bestände stark ausgedünnt. Regionale Starkniederschläge mit Verschlämmungen verschärfen die Situation. Weitere Umbrüche sind möglich.

Durch den Fraß von Erdflöhen sehen die Rübenblätter oftmals arg "ramponiert" aus. Da aber keine frischen Fraßstellen dabei sind, ist eine Insektizidbehandlung hier nicht nötig.
Gewitterniederschläge haben die Saatrille mit Erde zugefüllt. Von der Rübe sind nur noch die Spitzen der Keimblätter zu sehen. Weil der Boden weiterhin freucht ist, hat diese Rübe dennoch gute Chancen sich durchzukämpfen.

Pflanzenschutz

Durch das hohe Schädlingsaufkommen ist es weiterhin wichtig, die Zählstrecken regelmäßig zu kontrollieren. Immer noch „verschwinden“ einzelne Rüben, weil sie unterirdisch angefressen werden. Vor allem die Spät-Saaten sind nun vor Schneckenfraß zu schützen. Legen Sie hierfür Köderstellen an und behandeln Sie die Flächen bei Bedarf mit Molluskiziden.

Mit den steigenden Temperaturen nehmen voraussichtlich die Erdflöhe weiter zu. Ab dem 4-Blatt-Stadium wachsen die Rüben dem möglichen Fraßschaden davon. Bei späteren Saaten ist eine Kontrolle weiterhin dringend anzuraten. Die Behandlung mit einem Insektizid kann notwendig werden, wenn 15-20% der Blattfläche vernichtet sind. Insektizide können zulassungsbedingt nur schwierig mit der Herbizidmaßnahme ausgebracht werden, oft behindert dies beispielsweise das eingesetzte Additiv. Der Fraßschaden ist Stecknadelkopf groß. Bei älteren Blättern werden die „Löcher“ größer, dann ist aber oft kein Schädling mehr vorhanden.

Läuse sind bislang noch „erstaunlich“ wenige zu finden.

Die bisherigen Herbizidmaßnahmen haben durch die Bodenfeuchte gut gewirkt, so dass der Abstand gegenüber den üblichen „Faustzahlen“ etwas vergrößert werden kann, wobei die Niederschläge ohnehin oft nur kurze Zeitfenster zur Verfügung stellen. Beim Pflanzenschutz können Sie sich weiterhin gut an den Maßnahmen im Empfehlungsblatt orientieren. Durch die im Vegetationsverlauf hohen Niederschlagsmengen und die oftmals niedrigeren Bestandesdichten ist es sinnvoll, die Bodenmittelmengen etwas zu erhöhen und neben Metamitron auch andere Bodenmittel (Tanaris, Spectrum, Venzar) zu verwenden.

Das Herbizid BELVEDERE® DUO mit der Chargennummer 221111067 weist einen Etikettenfehler auf und wird daher zurückgerufen.

Kontrahierung für 2024

Ab 10. Mai beginnen die regionalen Kontrahierungsveranstaltungen. Die jeweiligen Termine finden Sie im Rohstoffportal der Südzucker. Dort wird dann vom 16. Mai bis 2. Juni 2023 der Abschluss des Zuckerrübenliefervertrages für das Anbaujahr 2024 möglich sein. Gleiches gilt für die Saatgutfrühbestellung, die Beantragung der Rohstoffsicherungsprämie usw.

Versuchsführungen

Die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Zuckerrübenanbaues Regensburg (ARGE Regensburg) lädt zur Besichtigung ihrer Feldversuche ein. Am Montag 22. Mai finden die Führungen auf dem Gut Makofen statt, am Dienstag 30. Mai auf dem Betrieb Scheuerer in Hagelstadt. Die Führungen beginnen jeweils um 9:00 Uhr und um 11:00 Uhr. Neben der Unkrautbekämpfung werden unter anderem die Sortenversuche und die Insektizid-Situation besprochen.

Die Einladung mit Anfahrsbeschreibung und Terminen finden Sie ->> HIER

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