Rübenfax vom 2. August 2023

Witterung

Die Wetteraussichten bleiben weiterhin regnerisch. Erst in der kommenden Woche sollen die Regenfälle enden und die Temperaturen wieder langsam ansteigen. Die vielen Regenwünsche der vergangenen zehn Wochen scheinen nun abgearbeitet zu werden.

Blattkrankheitenmonitoring

Das Monitoringergebnis in dieser Woche zeigt, dass die befallsfreien Standorte deutlich seltener werden. Ein leichter Anfangsbefall ist nun sehr häufig zu finden. Die ersten Schläge haben nun bereits zweistellige Infektionswerte erreicht. Im Vergleich zu den letzten Jahren ist der Cercospora-Befall für diesen späten Zeitpunkt dennoch sehr gering. Vereinzelt wurde sogar Mehltau und Ramularia gefunden. Bakterielle Blattflecken sind heuer nicht flächendeckend, sondern nur in sehr wenigen Regionen zu finden.

Zur Ermittlung des Befalls kontrollieren Sie über den Schlag hinweg 100 Blätter im mittleren Blattbereich der Rübe. Die Schadschwelle ist überschritten, wenn 5 % der Blätter mit einem oder mehreren Erregern befallen sind. Hierzu zählen die meist auftretende Cercospora, aber auch Mehltau, Rost und Ramularia. Seit 1. August gilt die Schadschwelle von 15 % befallener Blätter.

Die Bedingungen für eine weitere Ausbreitung von Cercospora sind nun sehr gut. Der aufgefüllte Bodenvorrat an Wasser und die demnächst ansteigenden Temperaturen sind optimal für Cercospora-Infektionen.

Auf Grund des Anfangsbefalls und des nun zu erwartenden raschen Befallsanstiegs auf den bislang ungeschützten Standorten werden in Plattling diejenigen Regionen zur verstärkten Kontrolle aufgerufen, die bislang keinen Warnaufruf erhalten haben.

Standorte, die bereits vor den umfangreichen Niederschlägen behandelt wurden, sollten zumindest ebenfalls von Zeit zu Zeit bonitiert werden, weil die Kontaktmittel (Kupferpräparate) nur in bestimmtem Umfang regenstabil sind. Zudem haben die Rüben nach der langen Trockenheit den Blattapparat deutlich vergrößert. Dieser Neuaustrieb ist ebenfalls ungeschützt.

Bei Schadschwellenüberschreitung wird für die Erstbehandlung ein „starkes“ Azol in Kombination mit einem Kupfer-haltigen Kontaktmittel empfohlen.
Die ersten Regionen haben die Schadschwelle bereits überschritten. Wenn die Schläge befahrbar sind steht in einigen Regionen die erste Fungizidspritzung an.

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