Rübenfax vom 7. Juni

Witterung

Es sind weiterhin keine flächendeckenden Niederschläge in Sicht. Vereinzelt kann es zu Gewitterschauern kommen.

Stand der Aussaat

Von 6-Blatt-Stadium bis Reihenschluss ist weiterhin alles zu finden. Der heftige Umstieg von sehr viel auf gar keinen Regen macht neben Rüben auch den anderen Kulturen zu schaffen. Die Böden sind extrem hart und reißen jetzt unter der Trockenheit weiter auf, so dass die Verdunstung auch in tieferen Bodenschichten stattfinden kann.

Pflanzenschutz

In den sehr spät gesäten Rübenschlägen steht jetzt noch die Abschlussmaßnahme an. Denken Sie an eine ausreichende Menge an Bodenherbiziden. Deren Wirkung ist aktuell zwar begrenzt, beim nächsten Regenschauer, wenn weitere Unkräuter keimen, ist diese Wirkung jedoch gefragt, zumal die Bestandesdichten oft recht niedrig sind. Teilweise werden „Sondermaßnahmen“ ausgebracht. Überwinternde Kamille kann mit Debut noch in Schach gehalten werden. Weißer Gänsefuß ist in spät gesäten Flächen häufig bereits mit mehreren Laubblättern zu finden. Hier sollte die Phenmedipham-Menge erhöht werden. Das „Öl-Additiv“ sollte auch in hoher Aufwandmenge hinzukommen, um eine zusätzliche Metamitron-Gabe möglichst blattaktiv wirken zu lassen.

Teilweise sind noch Disteln zu bekämpfen. Der Abstand zur NAK sollte wenigstens 4 – 5 Tage betragen und die ersten Disteln eine Wuchshöhe von 10 – 15 cm erreicht haben. Der Zusatz von Öl mit 0,5 – 1,0 l/ha bei der Solomaßnahme erhöht die Wirkungssicherheit.

Ab Reihenschluss kann noch die Bor-Düngung anstehen. Zuckerrüben haben einen hohen Borbedarf. Zum Reihenschluss haben Rüben das stärkste Wachstum, der Borbedarf ist nun am größten. Wenn Sie mit der EUF-Bodenuntersuchung eine Empfehlung zur Bordüngung erhalten haben, ist diese nun auszubringen. Die Angabe von z.B. 1 kg Reinnährstoff Bor als Aufdüngung für Ihren Schlag, bezieht sich auf die Vorsaat-Düngung. Kurz vor Reihenschluss (> 80% Bedeckung der Rübenblätter) reichen in der Regel 400 – 500 g Bor über das Blatt gedüngt aus.

Bormangel tritt schneller unter trockenen Bedingungen auf. Da sich Bor in der Pflanze nicht verlagert, wird ein Mangel zuerst an den jüngeren Blättern sichtbar. Ohne Düngung ist dann Herz- und Trockenfäule an den Rüben die Folge.

Auf stark Rhizoctonia-gefährdeten Standorten ist mit Reihenschluss und sichtbar werden der ersten Symptome auch die Bekämpfung der Fäulnis mit Amistar-Gold (1,0 l/ha) möglich. Wenn die Maßnahme kurz vor Niederschlägen durchgeführt wird, erhöht dies den Bekämpfungserfolg.

Während die meisten Bestände durch den Erdfloh nicht mehr gefährdet sind (bis 4 Laubblätter), treten nun öfter noch Läuse auf. Gleichzeitig sind allerdings bereits Marienkäfer auf dem Vormarsch. Dies ist bei einer möglichen Insektizidmaßnahme zu berücksichtigen. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob ggf. eine Randbehandlung ausreicht. Die Schadschwelle bei schwarzer Bohnenlaus liegt bei 30 % befallener Rüben bis Reihenschluss, anschließend bei 50 %. Sollte eine Insektizidmaßnahme notwendig werden, sind nützlingsschonende (!!) Präparate wie Teppeki oder Pirimor G zu bevorzugen.

 

In vielen Beständen sind bereits Läuse zu finden. Gleichzeitig treten jedoch auch viele Marienkäfer (Kreis) auf, die sich über die Mahlzeit freuen.

Kontrahierung für 2024

Die Kontrahierung ist zum allergrößten Teil abgeschlossen. Die Aufzeichnung der Kontrahierungsversammlung-Online finden Sie noch im Rohstoffportal. Damit die Rohstoffsicherungsprämie 2022 Ende Juni ausbezahlt werden kann, ist der Abschluss bis 11.06.2023 notwendig.

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