Rübenfax vom 10. Juli 2025

Witterung

Diese Woche sind noch gelegentliche Schauer möglich, die nächste Woche wird heiß und trocken.

Pflanzenschutz – Cercospora

Bislang wurden Warnaufrufe zur Blattkrankheitenkontrolle in alle Plattlinger Gebiete versandt sowie in das Rainer Nahgebiet und die Region Ingolstadt. Der Rest des Rainer Einzugsgebietes wird noch in dieser Woche einen Kontrollaufruf bekommen. Zuletzt nahmen die Befallswerte auf den meisten Standorten deutlich zu. Die Anzahl an befallsfreien Standorten wird stetig kleiner.

Wenn die erste Maßnahme bereits rechtzeitig ausgebracht wurde, kann mit der Folgebehandlung voraussichtlich drei Wochen gewartet werden. Durch die kühlere Witterung bei steter Trockenheit sollten aktuell weniger Infektionen erfolgen. Trockenheitsbedingt wird es derzeit auch weniger Blattneuaustrieb geben, der dann nicht geschützt wäre. Zudem ist der Kupferbelag der ersten Fungizidmaßnahme noch intakt und es wurden heuer bereits deutlich gesündere Sorten ausgesät.

Es bleibt bei der Mittelwahl bei den bekannten Produkten. Im Hauptbefallsgebiet ist die Kombination mit einem Kupfer-Präparat sinnvoll. Wenn Kupfer zugesetzt wird ist ein Wirkstoffwechsel mit Diadem gegenüber Prothioconazol-Präparaten möglich.

Die Boniturwerte der Einzelstandorte finden Sie  –>  H I E R !!!

Bayerische Zuckerrüben und entfernte Schosserrüben
Die Samtpappel lässt sich mit Rübenherbiziden nicht bekämpfen und muss händisch entfernt werden.

Schosser, Unkrautrüben und Spezial-Unkräuter entfernen

Die Schosser sind heuer „gefühlt“ etwas mehr. Zudem stehen in vielen Beständen noch Unkrautrüben oder Spezial-Unkräuter wie Samtpappel, Stechapfel und Co. über dem Rübenblätterdach. Entfernen Sie diese am besten vor der nächsten Fungizidbehandlung!

Das Samenpotential der Schosserrüben ist nicht zu unterschätzen. Besonders wenn Sie Rübensorten mit Conviso-Toleranz ausgesät haben, ist das Entfernen des Samenpotentiales unerlässlich, da sich diese auch über die Fruchtfolge hinweg nicht so leicht mit Herbiziden beseitigen lassen.

Pflanzenschutz – Zikadenbekämpfung

Die letzten Fangzahlen im Zikanden-Monitoring waren auf den meisten Standorten teils leicht rückläufig. In den Hot-Spot-Regionen wurden oftmals bereits drei Maßnahmen gesetzt, wie es in der Empfehlung angegeben war. Ziel war es die frühen Infektionen bestmöglich zu verhindern. Ein späterer Befall ist weniger ertragswirksam. Mit Überschreiten des Flughöhepunkts sollte das Auftreten von Zikaden insgesamt weiter zurückgehen.

Dokumentation

In der Branchenvereinbarung ist die Dokumentationspflicht festgelegt. Das Pflanzenschutzgesetz regelt zudem Inhalte der Aufzeichnungen. Nutzen Sie die kommenden Tage für Büroarbeiten. Niederzuschreiben sind demnach mindestens das Anwendungsdatum, die behandelte Kultur und der Schlag. Die genaue Bezeichnung des Pflanzenschutzmittels mit der Aufwandmenge sind ebenso festzuhalten wie der Name des Anwenders.

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