Rübenfax vom 23. April 2026

Witterung

Die nächsten Tage bleiben sehr sonnig und trocken. Ergiebigere Niederschläge sind die nächsten 14 Tage nicht zu erwarten.

Kontrollstrecken anlegen

Grundsätzlich waren heuer durch die Niederschläge am 10. April hohe Bestandesdichten möglich. Immer wieder erhalten wir auch Anrufe, dass bereits aufgelaufene Rüben wieder verschwinden. Dies können Schnecken, Hasen, Wurzelfäulen, Tausendfüßler u.a. sein. Beobachten Sie daher weiterhin Ihre Zählstrecken und erfassen Sie zugleich das Auftreten von Erdflöhen (kleiner Lochfraß an der Blattoberseite), schwarzen Bohnenläusen und grünen Pfirsichblattläusen.

Auftretende Insekten

Bislang traten v.a. Erdflöhe auf, die meist jedoch noch unter der Schadschwelle von 15-20 % vernichteter Blattfläche oder 40 % befallener Pflanzen waren. Bei wärmeren Temperaturen kann sich der Befall jedoch schneller entwickeln. Erdflöhe können durch Zugabe von zugelassenen Pyrethroiden zur NAK bekämpft werden.

Kleiner, meist kreisrunder Lochfraß an der Blattoberseite zeigt das Auftreten von Erdflöhen an.

Läuse wurden bislang nicht gefunden. Die Schadschwelle bei der schwarzen Bohnenlaus liegt bei 30 % befallener Pflanzen vor Reihenschluss, bei der grünen Pfirsichblattlaus schon bei 10 % befallener Pflanzen. Zur Bekämpfung von Blattläusen als Virusvektoren wurden bereits Notfallzulassungen ausgesprochen für Pirimor G (0,3 kg/ha), Danjiri (0,25 kg/ha) und Carnadine (0,25 l/ha). Regulär zugelassen ist Mavrik Vita und ab dem 6-Blatt-Stadium Teppeki (140 g/ha).

Pflanzenschutz – Herbizidbehandlungen (NAK)

Bei den meisten Conviso-Beständen steht nun auch die erste Nachauflaufbehandlung an. Mit dem empfohlenen Mero-Zusatz sollte auch bei Trockenheit eine gute Wirkung erzielt werden. Zur Wirkungsabsicherung und Resistenzvermeidung ist die Zugabe von weiteren Herbiziden z.B. Betanal oder Tanaris (siehe Empfehlungsblatt) ratsam. Auf drainierten Flächen, wo ohnehin nur die halbe Menge an Conviso One ausgebracht werden darf, ist der Zusatz von Betanal/Goltix-Produkten ohnehin notwendig.

Bei den Nicht-Conviso-Rüben steht in der Regel ebenfalls die 2. NAK an. Dies kann eine reine „Standrad-Mischung“ sein wie im letzten Rübenfax. Achten Sie aber bei der Trockenheit auf ausreichende Mittelmengen und die Zugabe von Additiven (Mero/Hasten/Access/Kantor/…). Ab der zweiten NAK können auch speziellere Unkräuter bekämpft werden z. B.

  • Windenknöterich mit Lontrel-Zugabe (Mischung 3),
  • Ehrenpreis, Hundspetersilie und Spätverunkrautung mit Tanaris (Mischung 4),
  • Gänsefuß, Hundspetersilie und Schönmalve mit Rinpode (Mischung 6).

Hier können Sie das Empfehlungsblatt der ARGE herunterladen.

Mit einem Abstand von gut 3 Tagen zur 2. NAK kann eine Gräserbehandlung mit voller Mittelmenge durchgeführt werden, wenn z.B. ein stärkerer Bestand an Ausfallgetreide vorhanden ist.

Versuchsführungen der ARGE

Die ARGE Regensburg lädt zur Versuchsführung ein. Die Führungen finden jeweils um 9.00 Uhr und um 17.00 Uhr statt. Am 5. Mai in Hagelstadt am Betrieb von Thomas Scheuerer und am 7. Mai am Gut Makofen.

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