Rübenfax vom 20. Mai 2026

Witterung

Wo es heute nicht regnet, kommt vermutlich auch in den nächsten zwei Wochen kein Niederschlag mehr. Richtung Wochenende wird es sehr sommerlich mit Temperaturen um die 30 °C.

Stand der Rüben, Schädlinge und Unkräuter

Die Rübenbestände differenzieren sich weiter auseinander. Es gibt  sehr gute Standorte bis hin zu Schlägen, die trotz gleichzeitiger Aussaat mehrere Wochen zurückzuhängen scheinen. Oftmals betrifft dies trockene Flächen, die erst spät gegrubbert wurden.  

Die Herbizidmaßnahmen sind in der Regel abgeschlossen, lediglich Sonderbehandlungen stehen noch an. Wo noch Unkräuter übriggeblieben sind, lag dies teils an den sehr trockenen Bedingungen, wodurch die Bodenmittel kaum ihre Wirkung entfalten konnten. Hier können beispielsweise weitere Phenmedipham-Gaben (PMP z.B. Betasana SC) helfen. Bei überständigem Windenknöterich hilft die Zugabe von 0,1 l/ha Lontrel 600 bzw. 0,6 l/ha Vivendi. Bei größerem Gänsefuß, Hundspetersilie oder Amarant können 40 ml/ha Rinpode die Wirkung verstärken, wobei gerade bei den Letztgenannten keine 100 %-Lösung mehr zu erwarten ist. Ausbringung nicht bei Sonne und Temperaturen über 25 °C! Rinpode soll nicht mit Lontrel und darf aus Gründen der Verträglichkeit nicht mit Gräsermittel gemeinsam ausgebracht werden!

Gegen Spätverunkrautung eignet sich die Zugabe von Spektrum, entweder zur letzten NAK oder als separate „Gräserbehandlung“ gegen Ausfallgetreide und Hirse mit einem Graminizid im Anschluss.

Ab 8-Blatt-Stadium kann die Bor-Düngung ausgebracht werden. Kurz vor Reihenschluss (> 80% Bedeckung der Rübenblätter) reichen in der Regel 400 – 500 g Bor über das Blatt gedüngt aus für die Empfehlung von 1 kg Reinbor.

Bormangel tritt schneller unter trockenen Bedingungen auf. Da sich Bor in der Pflanze nicht verlagert, wird ein Mangel zuerst an den jüngeren Blättern sichtbar. Ohne Düngung ist dann Herz- und Trockenfäule an den Rüben die Folge.

Der Befall mit Schwarzen Bohnenläusen nimmt leicht zu. Sie sind auf der Unterseite der jüngeren Blätter zu finden, die sich dann meist nach hinten einrollen.

Bei Überschreitung der Schadschwelle von 30 % befallener Pflanzen, bzw. deutlich über 30 %, wenn schon Marienkäfer vorhanden sind, ist eine Insektizidausbringung möglich. Nützlingsschonender sind 300 g/ha Pirimor oder 140 g/ha Teppeki (ab 6-Blatt-Stadium). Das Blattlausmonitoring wird nun auch deutschlandweit im isip veröffentlicht: https://www.isip.de

Monitoring Schilfglasflügelzikade (SBR/Stolbur)

Ebenfalls angelaufen ist das Zikaden-Monitoring. Bislang wurden fast keine Zikaden an den Klebetafeln gefangen, so dass aktuell auch kein Warnaufruf versandt wird.

Die einzelnen Monitoringergebnisse finden Sie unter:         https://www.isip.de

Beachten Sie zwingend die Voraussetzungen für die Anwendungen dieser Notfallzulassungen.

Nähere Informationen zu den Insektiziden und zur weitere Strategie erhalten Sie nächste Woche.

Mit ansteigenden Temperaturen ist auch mit einem verstärkten Insektenbefall durch Läuse und Zikaden zu rechnen. Eventuell können Sie im engeren SBR-Gebiet eine demnächst anstehende Läuse-Behandlung soweit hinauszögern, dass diese mit einer Zikaden-Behandlung miterfasst werden.

Die Rüben entwickeln sich je nach Standort oft unterschiedlich. Trotz gleicher Saatzeit hängen manche Schläge in der Entwicklung einige Wochen hinterher.

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