Witterung
Bis Sonntag steigen die Tageshöchstwerte weiter an, es bleibt sonnig. Erst für kommende Woche ist erst mit Wolken zu rechnen, ab Mittwoch steigt sogar die Niederschlagswahrscheinlichkeit an.
Kontrollstrecken prüfen
Kontrollieren Sie weiterhin ihre Kontrollstrecken. Auf manchen Standorten schreitet das Rübenwachstum gut voran, auf anderen, vor allem in kühleren Lagen, bleibt die Entwicklung nahezu stehen. Bei der aktuellen Trockenheit versuchen Hasen ihren Wasserbedarf durch das Abbeißen von Rüben zu decken. Meist bleibt dabei der Vegetationskegel stehen und die Rüben können sich, wenn auch sehr langsam, wieder erholen.
Das Auftreten des Erdflohs hat durch die etwas wärmere Witterung ebenfalls deutlich zugenommen. Der ansonsten kleine Lochfraß kann bei sehr langsamer Rübenentwicklung auch bis zum Pflanzenausfall führen. Die Schadschwelle liegt hier bis 4-Blatt-Stadium bei 20 % vernichteter Blattfläche oder 40 % geschädigter Pflanzen. Die Zumischung eines Pyrethroids zur Herbizidbehandlung ist in der Regel verträglich, aber nicht mit jedem Additiv gestattet.
Wie in www.isip.de zu sehen ist, treten erste Läuse auf. Die Bekämpfungsschwelle von 10 % bei der grünen Pfirsichblattlaus oder 30 % bei der schwarzen Bohnenlaus wurde aber nirgends erreicht. Nun hat auch Mospilan (0,25 kg/ha) die Notfallzulassung gegen Viren übertragende Läuse erhalten. Weiterhin gibt es diese für Pirimor G (0,3 kg/ha), Danjiri (0,25 kg/ha) und Carnadine (0,25 l/ha). Regulär zugelassen sind Teppeki/Afinto (140 g/ha) ab dem 6-Blatt-Stadium, zugelassen aber gegen Läuse weniger geeignet sind Sivanto prime (0,25 l/ha), Mavrik Vita (0,2 l/ha) und Karate Zeon (0,075 l/ha).
Pflanzenschutz – Herbizidbehandlungen (NAK)
Seit der 1. NAK hat es nicht mehr geregnet. Für die Abschlussmaßnahme ist es in de meisten Beständen noch zu früh. Daher kann es ratsam sein, eine weitere Stoppspritzung vor der Abschlussbehandlung einzuplanen. Diese Stoppspritzung kann z.B. 1,0 l/ha Goltix Gold/Metafol/u.a. kombinieren mit 1,25-1,5 l/ha Betasana SC. Wichtig ist bei dieser Witterung auch der Zusatz eines Additives z.B. 1,0 l/ha Hasten/Mero/Access oder 0,15 % Kantor (bezogen auf die Wasseraufwandmenge).
Durch die Zugabe weiterer Partner können speziellere Unkräuter bekämpft werden wie z. B.
- Windenknöterich mit Lontrel-Zugabe (Mischung 3-blattaktiv),
- Ehrenpreis, Hundspetersilie und Spätverunkrautung mit Tanaris (Mischung 4-boden),
- Gänsefuß, Hundspetersilie und Schönmalve mit Rinpode (Mischung 6-blattaktiv).
Da meist mit den ersten beiden Maßnahmen Ethofumesat ausgebracht wurde, kann auf die Zugabe von Oblix/Tramat/u.a. außer bei starkem Klette-Aufkommen verzichtet werden. Zu hohe Etho-Mengen können das verkleben der Rübenblätter verursachen.
Bei den Conviso-Beständen sollte nun auch die erste Nachauflaufbehandlung durchgeführt worden sein. Bei Trockenheit ist der Zusatz von Mero wichtig. Zur Wirkungsabsicherung und Resistenzvermeidung ist die Zugabe von weiteren Herbiziden z.B. Betanal oder Tanaris (siehe Empfehlungsblatt) ratsam. Auf drainierten Flächen, wo ohnehin nur die halbe Menge an Conviso One ausgebracht werden darf, ist der Zusatz von Betanal/Goltix-Produkten ohnehin notwendig.
Versuchsführungen der ARGE
Die ARGE Regensburg lädt zur Versuchsführung ein. Die Führungen finden jeweils um 9.00 Uhr und um 17.00 Uhr statt. Am 5. Mai in Hagelstadt am Betrieb von Thomas Scheuerer und am 7. Mai am Gut Makofen.



